Karin Stoiber
Bandscheiben-Drama
Ihre OP war viel komplizierter
Bayerns First Lady Karin Stoiber (64) liegt nach Ihrer plötzlichen Bandscheiben-Operation noch immer in der Klinik. Wie BILD erfuhr, wurde die OP von vorne durchgeführt, nicht wie üblicherweise vom Rücken aus.
Dr. Matthias Schröder (38) von der Neurochirurgie Innenstadt erklärt, wann diese Operationsmethode nötig ist: "Tritt die Bandscheibe zur Körpermitte hin aus, drückt sie auf die Hauptnervenwurzel. Um bei der Operation das Rückenmark nicht zu beschädigen, wird von vorne operiert - in diesem Fall muss die Bandscheibe komplett entfernt werden.
Karin Stoiber hatte die Schmerzen etwa zehn bis 15 Zentimeter unterhalb des Nackens. "In dieser Höhe wird ein Schnitt seitlich im unteren Drittel des Halses gesetzt."
Statt der Bandscheibe wird ein Titanimplantat (1 x 2 Zentimeter) als Abstandshalter eingesetzt. "Treten plötzliche Lähmungserscheinungen - so wie bei Frau Stoiber im Arm - auf, wird sofort operiert. Nach fünf Tagen können die Patienten meist entlassen werden."
Die furchtbaren Schmerzen werden dann weg sein. nur eine vier bis fünf Zentimeter lange Narbe wird der First Lady bleiben.
Von M. Kraekel